Frankfurter Buchmesse 2017

Die Frankfurter Buchmesse – sie ist mehr oder weniger der Mittelpunkt der Buchwelt. Verlage stellen ihre Bücher vor, Autoren geben Interviews, Blogger schließen neue Kontakte und Leser treffen auf Gleichgesinnte. Jeder der sich für Bücher interessiert und gern liest, wird früher oder später über sie stolpern und sich wahrscheinlich ebenfalls wünschen, der Messe beizuwohnen.

Für mich war die #fbm2017 die dritte Messe, die ich als Bloggerin unsicher machen durfte, demnach war meine Planung um einiges strukturierter und ich weniger überfordert mit Akkreditierung, Tickets und Co. Ich freute mich einfach nur wahnsinnig wieder Teil dieser großartigen Veranstaltung zu werden und so ging es bepackt mit Büchern, Notizblöcken und einer verstaubten PowerBank nach Frankfurt.


Donnerstag

Der eigentliche Plan war es, den ICE um 8:00 Uhr vom Hamburger Hauptbahnhof nach Frankfurt zu nehmen. Aufgrund eines Stromausfalles verpasste ich diesen allerdings und konnte so erste eine Stunde später leicht gestresst den Zug nehmen. Zum Glück hatte ich mir auch dieses Jahr den ersten Tag der Messe relativ freigehalten, um mir alles anzusehen und mir einen Überblick zu verschaffen, somit bin ich in keine Zeitnot gekommen.

Etwas später als geplant kam ich also am Messegelände an und traf dort direkt am Bahnsteig zufällig die anderen Mitglieder der Jugendliteraturjury, mit welchen ich die ersten Stunden über die Messe geschlendert bin. Es war wunderschönes Wetter, wir haben jede menge Postkarten gesammelt, die Seele in den zum Glück noch leeren Hängematten baumeln lassen und Crêpes gegessen.

Um 17:30 hatte ich dann ein Gespräch mit Verena Rehagel vom Arena Verlag. Sie hat mir das kommende Verlagsprogramm vorgestellt, zu dem in Kürze ein ausführlicher Post kommt, wir haben über die Messe und den Verlag gesprochen und ich habe meinen Blog und meine Instagram Seite vorgestellt. Ich finde es total wichtig, ins direkte Gespräch mit den Verlagen zu kommen, um zukünftige Kooperationen zu ermöglichen. Zudem ist es einfach schön zu wissen, wer hinter der Email-Adresse steht. Dann war es auch schon wieder 18:00 Uhr, somit bin ich also mit Sack und Pack in die Airbnb Wohnung und todmüde ins Bett gefallen.


Freitag

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es für mich wieder auf die Messe, wo ich den Vormittag damit verbracht habe jede Menge Bilder zu machen, schließlich war es für mich die letzte Möglichkeit über die Messe zu gehen ohne das tausende von Menschen sich durch die Gänge drängen.

Dann ging es für mich um 13:00 Uhr zum Congress Center, wo ich alle Mitwirkende der Jugendliteraturpreisverleihung 2017 wieder getroffen habe. Im Frühjahr hatten wir ein Wochenende zusammen verbracht, das Drehbuch entworfen und eingeübt, nun ging es in die zweite Runde.

 

Wir zogen uns zum, gingen gemeinsam den Text durch und hatten dann mehrere Proben auf der Bühne. Ich war ziemlich nervös, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass nach einem halben Jahr alles noch reibungslos klappen würde, jedoch hat es abgesehen von ein paar Hängern wunderbar funktioniert. Nachdem wir verkabelt waren und das Buffet geplündert hatten, ging es auf die Bühne.

Ich war tatsächlich nicht so aufgeregt wie gedacht, obwohl wir vor Hunderten von Menschen aufführten. Und dann durften wir endlich den Gewinner verkünden, den wir, ganz exklusiv, schon seit einigen Stunden kannten.

Die Jury entschied sich für ,,Nur drei Worte“ von Becky Albertalli. Mein persönlicher Favorit war zwar ,,Eins“ von Sarah Crossan, aber auch ,,Nur drei Worte“ fand ich großartig. Gegen acht Uhr endete die Veranstaltung. Anschließend wurde ich noch vom ARD zur Arbeit in der Jugendjury interviewt und nach vielen Bildern, Blumen und Preisen ging es dann wieder nach Hause.


Samstag

Der Samstag begann für mich mit der Podiumsdiskussion von Laura Newman und Sissi zum Thema ,,Videos als Marketinginstument – Mit YouTube, Vimeo und Co Leser gewinnen“ Ich finde es super, dass die fbm neben dem rein literarischen Teil auch mit der Zeit geht und sich Themen wie Social Media und Co widmet. Ich bin eh ein Fan von Laura und Sissi aber auch die Diskussion an sich war sehr interessant und informativ. Anschließend konnte ich noch Bilder mit beiden machen, somit war dieser Abschnitt des Tages definitiv ein voller Erfolg. Anschließend habe ich mich dann in die Schlange für Sandra Regnier gestellt. Im Jahr zuvor hatte ich sie verpasst, da die Schlange länger war als gedacht, deshalb stand ich dieses Jahr überpünktlich an. Trotzdem dauerte es gut eine Stund bis ich vor der Autorin stand. Sandra Regnier ist wirklich mega sympathisch!

Leider lassen solche Signierstunden ja kaum Zeit für Gespräche, nach einem kurzen Wortwechsel verließ ich demnach den Carlsen Stand und ging zum Open Stage auf der Agora. Dort wurde Cassandra Clare von Mona Kasten interviewt und es wurde aus ihrem frisch erschienenen Roman ,,Lord of Shadows“ gelesen. Wenn das nicht genau meine Veranstaltung war, dann weiß ich auch nicht! Einen kurzen Ausschnitt dazu findet ihr auf meinem Instagram Account. Direkt nach der Lesung ging es weiter mit der Signierstunde. Die war leider komplett unorganisiert. Es war bis kurz vor beginn nicht klar, an welchem Stand Clare sein würde, die Schlange war weder bewacht noch abgesperrt, weshalb es eher ein Pulk als ein organisiertes Warten war und diejenigen, die mehrere Stunden anstanden, haben keine Signatur bekommen, weil andere sich zehn Minuten vor Beginn an den Anfang gedrängt haben.

Abgesehen davon habe ich aber total nette Leute in der Schlange kennengelernt und am Ende auch zwei Bücher signiert bekommen. Durch das lange Warten verspätet bin ich dann doch noch zu dem #bookstagramtreffen unter der Außenrolltreppe gekommen. Es war total lustig, weil wir uns irgendwie alle kannten- und eben auch nicht. Wir haben geplaudert, Bilder gemacht und Visitenkarten ausgetauscht, besonders mit @juleslivinginthebooks habe ich mich mega gut verstanden. Nach anderthalb Stunden neigte sich auch dieser Tag dem Ende entgegen und es ging wieder Richtung Bahnsteig.

An diesem Punkt möchte ich mich für die Organisatoren des Treffens bedanken, dass sie immer wieder aufs neue die ganzen Termine koordinieren um einen passenden Zeitpunkt zu finden und dafür sorgen, dass alle davon erfahren- Ihr seid spitze!


Sonntag

Und schwupps war es schon wieder Sonntag und der letzte Messetag war gekommen. Meine Füße waren definitiv überzeugt, dass ihnen ein letzter Tag reichen würde, ansonsten war ich der Meinung das es viel zu schnell ging. Viel zu früh für meinen Geschmack- Um neun Uhr- startete die Signierstunde von Kerstin Gier. Als ich also eine Stunde später eintrudelte, machte ich mir keine wirklichen Hoffnungen, noch eine Chance zu haben. Es war einfach nur mega voll- Aber super organisiert!

Somit hatte ich vor meinem letzten Termin auf der Messe noch ein bisschen Zeit, und bin durch Halle 3 geschlendert, habe einige Bookstagrammer vom Vortag getroffen und hier und da halt gemacht. dann ging es um 11:00 Uhr zum Bastei-Luebbe Stand. Dort war ich zu der Geburtstagsfeier vom Online Label ,,be-ebboks“eingeladen. Es gab eine großartige Torte, einen prall gefüllten Goodie-Bag, der unter anderem drei Bücher enthielt, die wir direkt von den ebenfalls anwesenden Autorinnen signieren lassen konnten und jede Menge tolle Menschen! Dort habe ich @the_beauty_of_the_books und @isareadbooks kennengelernt und mit ihnen die Veranstaltung genossen. Die beiden sind großartig! #letsstayincontact

Nachdem ich dann die letzten Sonnenstrahlen auf der Agora genossen hatte und ein wenig irritiert über die Lukas Rieger Anhängerschaft gestolpert bin, ging es für mich zum letzten Mal zur Garderobe und dann hieß es auch schon byebye fbm! Und fünf Stunden später bin ich dann schon wieder in Hamburg gewesen, mit einer gefüllten Tasche, vielen neuen Handynummern und tollen Erinnerungen.


Die Frankfurter Buchmesse- definitiv eine Reise wert!
Mir bleibt nur mich zu verabschieden und euch zu versichern, dass die Messe mich so bald nicht loswerden wird.

Eure Hannah

 

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