Magonia

Bevor wir starten: Ich brauche ein bisschen frischen Wind! Ja, ich habe in letzter Zeit viel am Hals, trotzdem hasse ich es, dass des Blog einfach viel viel VIEL zu kurz kommt. Deshalb werden jetzt ab und zu Pro/Contra Rezensionen kommen. Kurz zusammengefasst, was mir wichtig ist. Leichter zu lesen und schneller zu schreiben. Mal gucken wie das so funktioniert. Los gehts!

 

Autorin: M.D. Headly

 

Klappentext: Seit sie klein ist, leidet die 16-jährige Aza an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Als sie eines Tages ein Schiff hoch in den Wolken erspäht, schiebt sie das Phänomen auf ihre akute Atemnot. Bis jemand auf dem Schiff ihren Namen ruft …

Nur ein Mensch glaubt ihr diese Geschichte: ihr bester Freund Jason, der immer für sie da war, den sie vielleicht sogar liebt. Aber gerade als sie versucht, sich über die neuen tiefen Gefühle zu Jason klarzuwerden, überstürzen sich die Ereignisse. Aza meint zu ersticken – und findet sich plötzlich in Magonia wieder, dem Reich über den Wolken. Dort ist sie das erste Mal in ihrem Leben nicht mehr krank, sondern stark und magisch begabt. In dem heraufziehenden Kampf zwischen Magonia und Azas alter Heimat, der Erde, liegt das Schicksal aller mit einem Mal in Azas Händen…

Pro

  • Das Cover
    • Das Zusammenspiel von Farben und Widerspieglung des Inhaltes ist großartig! Zudem verdient jedes Cover, das dem Klischee von schrecklich kitschigen und einseitigen Jugendbuchgestaltungen widerspricht, einen Orden.
  • Der Beginn
    • Der erste Abschnitt des Buches ist unglaublich gut. Aza wirkt nahbar, verletzlich und dennoch charakterstark. Die Autorin beschreibt einfühlsam die Situation der Protagonisten und lässt einen am emotionalen Kampf gegen Azas Krankheiten teilhaben. Besonders ihre Familie wird so beleuchtet, die durch ihre Umgangsform mit Azas Schicksal hervorsticht.
  • Der Aufbau
    • Jedes noch so kleines Detail fügt sich im Laufe der Geschichte in das Gesamtbild ein und viele unterschiedliche Handlungsstränge machen es unmöglich, das Beschriebene vorherzusehen. Zudem bietet das Buch zwar von der Anzahl überschaubare, aber deshalb nicht weniger raffinierte Wendungen, die die Vermutungen des Lesers auf den Kopf stellen.

Contra

  • Aza, Aza, Aza
    • Aza steht unbestritten im Mittelpunkt der Geschichte. Das allein ist kein sonderlich negativer Kritikpunkt, es bleibt allerdings nicht nur dabei. Ständig wird sie angepriesen, entwickelt sie so von der nahbaren Person zu einer Figur, die durch ihre einseitige Darstellung unrealistisch wirkt. Die Besondere, die Großartige, die Außergewöhnliche Aza…Solche Erwähnungen häuften sich meiner Meinung nach viel zu oft.
  • Ich bin verwirrt…
    • Der eben noch angepriesene Beginn der Handlung wandelt sich leider ziemlich genau ab dem Moment, in welchem Ava nach Magonia gelangt. Der plötzliche Wechseln zwischen den Welten ist wirr und konfus, die neuen Protagonisten und deren Handlungen schwer nachvollziehbar. Aufgrund der vielen neuen Informationen ist es mühsam und demnach auch nicht wirklich spannend der Geschichte weiterhin zu folgen.
  • Wieso immer eine Liebesgeschichte?
    • Ich muss sagen, dass ich mit jedem Buch, das ich lese mehr die Augen darüber verdrehen muss. Denn ich kann einfach nicht nachvollziehen, wenn eine Beziehung zwischen weiblichen und männlichen Charakteren zwangsläufig immer in ganz großen Gefühlen enden muss. Die Entwicklung wirkt gezwungen und ist wirklich nicht notwendig, um dem Buch den letzten Schliff zu geben.

Fazit:  „Magonia“ von M.D. Headly hat durchaus Potenzial, welches leider kaum und wenn nur sehr unregelmäßig ausgeschöpft wurde. Generell viel es mir schwer das Buch einzuordnen, da sich alle hundert Seiten meine Einstellung gegenüber einzelnen Aspekten grundlegend änderte.

Ausschlaggebend für mich ist in solchen Situationen, ob ich den zweiten Band der Reihe (der übrigens noch erscheinen wird) lesen würde. Das kann ich durchaus bejahen. Dennoch hatte ich mir mehr von dem Buch erhofft.

Eure Hannah

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